MainkaZin 2026-02
2 Liebe Leserinnen und Leser, am 1. August haben unsere neuen Auszubildenden angefan- gen. Für mich war dieser Tag noch aus einem zweiten Grund besonders: Am selben 1. August waren es 30 Jahre, die ich bei Mainka bin. In dieser Zeit habe ich viele Ausbildungsjahrgänge erlebt. Man- che der jungen Leute von damals führen heute Kolonnen, leiten Projekte oder sitzen im Büro und halten den Betrieb am Laufen. Deshalb weiß ich, welches Gewicht so ein erster Arbeitstag hat, auch wenn er im Rückblick klein aussieht. Über diesen Jahrgang freue ich mich besonders, vor allem über unsere gewerblichen Auszubildenden. Wer heute auf die Bau- stelle will, entscheidet sich bewusst dafür, und das ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dazu kommt eine Premiere: Zum ersten Mal machen bei uns zwei Frauen eine gewerbliche Aus- bildung im Rahmen ihres dualen Studiums. Sie lernen das Hand- werk dort, wo es entsteht. Ich halte das für den richtigen Weg und bin gespannt, was daraus wird. Danken möchte ich unserem Polier Herbert Renze, der die Schulung unserer gewerblichen Azubis übernommen hat. Was er weitergibt, steht in keinem Lehrbuch. Der Dank gilt genauso allen Ausbildern und Kollegen, die unsere Nachwuchskräfte täglich begleiten. Und unseren Absolventen gratuliere ich herzlich. Viele bleiben bei uns und das sagt mehr über einen Betrieb aus als jede Broschüre. Auf den anderen Seiten sehen Sie, wofür wir ausbilden. In Bad Honnef haben wir 33 Großstützen gesetzt. Bis zu 140 Tonnen schwer, 25 Meter hoch. Angeliefert per Ponton über den Rhein, weiter über die Straße, dann mit zwei Kränen gleich- zeitig aufgenommen, in der Luft aufgerichtet und punktgenau auf die Stützenschuhe gesetzt. Bei diesen Gewichten gibt es keinen zweiten Versuch. Da muss jeder Handgriff sitzen, und er hat gesessen. In Moers ist die Aufgabe eine andere. Dort erweitern wir eine Umspannanlage, während sie weiterläuft. Unsere Kollegen arbeiten neben Anlagen unter Spannung, viele Bereiche sind nur in festen Freischaltfenstern zugänglich, und im Boden könnten Kampfmittel liegen. Umso mehr freut mich, dass wir dort seit Baubeginn unfallfrei sind. Wie ernst wir Sicherheit nehmen, haben wir in Gelsenkirchen gezeigt. Bei unserer Sonderunterweisung haben wir eine 70 Kilogramm schwere Dummypuppe drei Meter hoch gezogen und fallen lassen. Mit Bandfalldämpfer waren es rund 270 Kilo- gramm Stoßkraft, kontrolliert abgebremst. Ohne Dämpfer über zwei Tonnen. Die Puppe wurde erheblich beschädigt, Teile der Befestigung versagten. Bei einem echten Sturz wäre das der Tod. Wer dabei war, diskutiert nicht mehr über die richtige Aus- rüstung. Und genau das meinen wir, wenn wir sagen: „Wir bauen sicher – oder gar nicht." Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen des MainkaZins. Ihr, Dr. Andreas Mainka Dr. Andreas Mainka
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